Herzlich willkommen

heimat.kunden
Als "Artist in Residence" habe ich in meiner Geburtsstadt Lippstadt 2020/21 ein umfangreiches Projekt namens "heimat.kunden" realisiert, gefördert u .a. vom Heimatministerium NRW, der Kunststiftung der Sparkasse Lippstadt, der Stadt Lippstadt und der LAG Soziokultur NRW. Das Herzstück des Projekts war mein BLOG, der täglich einen neuen Text, ein Foto, einen Sound und ein Buch zum Thema "Heimat" vorstellte.

Im Frühjahr 2021 präsentierte die "Städtische Galerie im Rathaus" in Lippstadt in einer multimedialen Ausstellung Texte, Videos, Klänge, Bücher, Fotos und Fundstücke. Das geplante umfangreiche Veranstaltungsprogramm mit Konzerten, Salons, Lesungen und vielem mehr musste seit dem ersten Halbjahr 2020 aus den bekannten Gründen fast vollständig ausfallen. Am 20. September 2020 konnte ich jedoch in Zusammenarbeit mit Jürgen Overhoff und Ulrich Bender die ehemalige Lippstädter Synagoge erstmals seit ihrer Zerstörung 1938 der Öffentlichkeit zugänglich machen. Der "Tag der Offenen Tür" am letzten Tag des jüdischen Neujahrsfestes mit Führungen, Vorträgen, Lesungen und Musik war ein großer Erfolg. Es folgte Lockdown 2.

Zwischen Juni und Dezember 2021 fanden wieder Veranstaltungen statt, im Dezember in der Synagoge Lippstadt die Abschlussreihe "Salon Heimat" mit musikalischen und Gesprächsgästen. Nun ist zum einen Nachbereitung angesagt. Dazu gehören die Eröffnung der "heimat.bibliothek" in der Thomas-Valentin-Stadtbücherei Lippstadt, die Entwicklung einer Audio-Station im Stadtmuseum sowie die Realisation eines Lichtkunst-Objekts für die Lichtpromenade.

Alle aktuellen Infos und der Blog auf der Website www.heimat-kunden.de

Lynne Leegte FENSTER
Synagoge Lippstadt
Seit Ende Oktober 2021 setzt die Lichtkunst-Installation "Fenster" von Lynne Leegte (Amsterdam) am Eingang zur Lippstädter Synagoge ein leuchtendes Zeichen. Das jahrzehntelang vergessene bzw. profan genutzte Gebäude im Zentrum Lippstadts wird seit 2020 von einer Initiative um den Historiker Jürgen Overhoff und mich als Ort der Kunst und des Gedenkens konzipiert und etabliert. Nachdem wir eine Nutzungsvereinbarung mit dem Eigentümer erreichen konnten, gibt es nun mehr oder weniger regelmäßig Veranstaltungen, solange Big C es zulässt.

Die Gründungsversammlung des "Freundeskreises Synagoge Lippstadt e. V." hat am 11. Februar 2022 stattgefunden. Eine weitere Intensivierung des Programms wird folgen. Alle Informationen erhält man auch unter www.synagoge-lippstadt.de


d.o.o.r
Im Rahmen der Ensemble-Förderung des Musikfonds haben Oona Kastner und ich gemeinsam neues Material entwickelt, das mit Frank Schulte (Elektronik) als Gast erstmals Anfang Dezember in der Lippstädter Synagoge vorgestellt und anschließend in Bild und Ton produziert wurde. Clips findet man hier und hier und hier und hier und hier.

Das Album "Songs from a Darkness" von d.o.o.r erhielt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste 3/2019).
Aus der Laudatio: „Schwermütige, auch klanglich dunkle Nachtmusiken bietet dieses Debütalbum des Duos d.o.o.r. Mit schier unerschöpflichem Atem macht der Komponist und Live-Musiker Dirk Raulf aus der Bassklarinette eine Nebelhorn-Endlosschleife, aus seinen Saxophonen einen anschwellenden Chor von Totentrompeten. Dazwischen intoniert, schreit und murmelt die Performerin Oona Kastner, die auch Klavier spielt, taktfest und eindringlich morbide Lyrik ihres Klangpartners, aber auch Texte von Andreas Gryphius oder Wystan Hugh Auden. Eine CD, die den aus dem Ruder gelaufenen Zeitgeist spiegelt, verwirrend, destruktiv, spooky – und absolut hörenswert!“


Theater Theater
Für das Theater Aachen hat Martin Schulze „Amsterdam“ von Maya Arad Yasur inszeniert. Statt Live-Vorstellungen habe ich mit dem Regisseur eine ca. 1stündige Hörspiel-Fassung produziert, die man online finden kann. Für Natascha Kalmbachs Inszenierung von "Ox und Esel", dem Weihnachtsstück 2021 des Jungen Theater Heidelberg, habe ich die Musik produziert. Am Theater Luzern wird Anfang Februar 2022 Horváths "Zur schönen Aussicht" zur Premiere kommen. Inszenierung Martin Schulze, Musik von mir. Am Theater Lübeck wird Enzensbergers Stück "Der Untergang der Titanic" von Martin Schulze inszeniert. Musik von mir, Premiere am 3.12.2022.


Paternoster
Manos Tsangaris' Musiktheater-Stück "Paternoster" hatte am 2. Oktober 2021 Aufführung, ich habe als Sprecher mitgewirkt. Das famose Stück, das im legendären Paternoster-Aufzug des WDR aufgeführt und vom WDR aufgezeichnet wurde, gibt es jetzt in Ausschnitten als sehr schönen Film zu sehen, und zwar hier und hier.


SOLO
Nach langer Zeit widme ich mich wieder dem Solo-Spiel im Rahmen eines Projekts, das vom Land NRW im Rahmen der Corona-Fördermaßnahmen unterstützt wird. Unter dem Titel "Waldeinsamkeit" mache ich mit meinen Instrumenten einsame Video-Aufnahmen in Wäldern, zur Zeit sogar bei frostigen Temperaturen. Eine Verbeugung vor den Waldlandschaften, die mein Leben geprägt haben: von Kindheitstagen im Sauerland über die Auenwälder bei Lippstadt, Wälder in Norditalien, der Eifel, im Bergischen Land und im Westerwald, in denen ich mich aufhielt, bis hin zu meinem jahrzehntelangen Fluchtpunkt in Schweden, auch ein Haus am Waldrand. Eine Auswahl von Clips findet sich bereits auf Youtube: HIER und HIER und HIER und HIER.


Deep Schrott - Relaunch
Nach der Veröffentlichung unseres fünften Albums "THE DARK SIDE OF DEEP SCHROTT VOL. 3 - Drones & Spirals" (poise 30) hat Wollie Kaiser Anfang 2020 aus privaten Gründen leider die Band verlassen. Der "Relaunch" des Quartetts ist geplant für das Frühjahr 2022 – mit Jonas Engel (Köln) als neuem viertem Bass-Saxophonspieler.


DEUTSCHER MEERESFILMPREIS

Der Film "Last Ship Home" der Freunde und Kollegen Michael Weber und Christian Ebert hat beim Internationalen Cinemare-Filmfestival in Kiel den Deutschen Meeresfilmpreis 2019 erhalten. Musik von mir. Aus der Jury-Begründung:
"Der Film besticht durch seine Stilsicherheit. Die mutige Beschränkung auf wenige Gestaltungselemente erweist sich als stimmig und lässt den Film einen ungewöhnlichen Sog entwickeln. Der Verzicht auf großes Pathos, auf spektakuläres und selbst privates ist wohltuend. Die Tonspur ist eine Collage aus originalen Logbucheinträgen, Reiseberichten, und literarischen Texten rund um das Meer, von Homer bis Joseph
Conrad. Der Einsatz von Musik ist gezielt und minimalistisch." HIER ERHÄLTLICH


Raulf auf Bandcamp
Auf Bandcamp gibt es aktuelle Veröffentlichungen, Re-Issues, Live-Mitschnitte, Theaterarbeiten und nie veröffentlichtes Material findet man unter meiner Seite:
Dirk Raulf auf Bandcamp

Auch für mein Label POISE habe ich eine Bandcamp-Seite eingerichtet. Dort findet man auch die CDs von Deep Schrott, Oona Kastner, Frank Schulte, Jan Klare, NOX u. a.
Poise auf Bandcamp
Regelmäßige Besuche lohnen sich, das Angebot wird ständig variiert und erweitert!

Lichtpromenade Lippstadt
Das von mir kuratierte Langzeit-Lichtkunstprojekt wurde durch die wunderbare Installation "Schilfrohre" des Dresdner Künstlers Sebastian Hempel erweitert.